„Alles Gute kommt zu denen,
die echt bleiben.“
Dominik Bloh wächst in Hamburg auf.
Eine große Stadt, viel Hafen.
Häuser, Stimmen und Wege.
Dominik
„Alles Gute kommt zu denen,
die echt bleiben.“
Dominik Bloh wächst in Hamburg auf.
Eine große Stadt, viel Hafen.
Häuser, Stimmen und Wege.
Hamburg ist ein Ort, an dem er früh lernen muss, allein zu stehen.
Schon als Jugendlicher trägt er viel mit sich: Erinnerungen an Gewalt, Unsicherheit und das Gefühl, nirgends richtig dazuzugehören.
Und trotzdem bleibt etwas in ihm wach.
Der Wunsch, nicht einfach zu verschwinden.
Dominik lebt insgesamt elf Jahre auf der Straße.
Er kennt Kälte, Einsamkeit und das Gefühl, nicht Teil von etwas zu sein. Er kennt das Gefühl, ständig unsichtbar zu sein und erlebt, wie zerbrechlich Würde sein kann, wenn selbst einfache geschützte Orte fehlen.
Doch zwischen all dem bleibt etwas bei ihm:
das Schreiben.
Während er zur Schule geht, lebt er auf der Straße. Er macht sein Abitur und begegnet Menschen, die ihn nicht nur als Problem ansehen.
Er schreibt, um sich zu ordnen. Und irgendwann werden aus diesen Worten nicht nur Gedanken auf Papier, sondern ein Weg zurück ins Leben.
Hilfe ist nicht immer laut.
Manchmal ist sie eine offene Tür.
Ein Mensch, der nicht weggeschaut.
Eine Hand, die sich ausstreckt.
Er beginnt zu helfen.
Er geht in eine Kleiderkammer.
Engagiert sich.
Dominik merkt: Seine Erfahrung kann anderen Menschen nutzen. Aus dem Gefühl, selbst nicht gesehen worden zu sein, wächst der Wunsch, andere sichtbar zu machen.
Weil er weiß, was es bedeutet, keinen geschützten Ort für die alltäglichsten Dinge zu haben, gründet er in Hamburg die Duschkammer. Einen Ort, an dem obdachlose Menschen duschen können und ein Stück Würde zurückbekommen.
Heute steht Dominik vor Menschen und erzählt.
Er spricht über Obdachlosigkeit, Würde, Ausgrenzung und darüber, was Menschen brauchen, um gesehen zu werden.
Das Schreiben wurde sein Weg.
Dominik ist Schriftsteller.
Geschichtenerzähler und eine Stimme für
Menschen, die oft übersehen werden.
Seine Kraft ist nicht laut.
Sie ist ruhig, ehrlich und standfest.
Wie ein Fels in der Brandung.
Nicht, weil ihn nichts erschüttert hat.
Sondern weil er gelernt hat, bei sich zu bleiben.
Dominik