Über mich
Über mich und dich
Ich bin Juliet und in meiner Bachelorarbeit „Held in mir“ beschäftige ich mich mit innerer Kraft: mit Geschichten, Wendepunkten und der Frage, was Menschen hilft, weiterzugehen und deren visuellen Umsetzung.
Ein wichtiger Ausgangspunkt dafür ist meine eigene Geschichte. Ich lebe mit dem Noonan-Syndrom und einer damit verbundenen Herzerkrankung. Dadurch kenne ich körperliche Grenzen, Unsicherheit und die Angst vor der Zukunft. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass gerade in schwierigen Momenten eine Kraft entstehen kann, die man vorher vielleicht gar nicht in sich gesehen hat.
Für dieses Projekt habe ich Menschen interviewt, die schwere Lebensphasen erlebt haben. Ich wollte wissen, was sie getragen hat: welche Gedanken, Beziehungen, Entscheidungen oder Hoffnungen ihnen geholfen haben. Dabei wurde sichtbar, dass innere Stärke ganz unterschiedlich aussehen kann.
Gerade heute leben viele junge Menschen mit Druck, Unsicherheit und Zukunftsängsten. Umso wichtiger sind Geschichten, die Mut machen und zeigen: Schwierige Zeiten bedeuten nicht, dass Hoffnung verschwindet. Manchmal beginnt Stärke genau dort, wo man sich schwach fühlt.
„Held in mir“ ist deshalb eine Einladung, genauer hinzusehen: auf andere Menschen, auf ihre Wendepunkte und auch auf sich selbst. Es geht darum, die eigene innere Kraft wiederzuentdecken und zu erkennen, wie viel man vielleicht schon getragen, ausgehalten und geschafft hat.
Innere Stärke ist nicht immer laut. Manchmal zeigt sie sich im Neubeginn, manchmal im Durchhalten, in einem Gespräch, einer Grenze oder in der Hoffnung, dass es wieder besser wird.